Impressum


Chemise aus zartem Baumwollbatist und kostbarer

französischer Klöppelspitze.

Chemisen waren, je nachdem, ob sie aus dem Kleid

hervorschauen sollten oder nicht, sehr weit ausgeschnitten.

Die Spitzengarnituren waren optional und konnten zur

Wäsche leicht abgenommen werden.

Sie waren etwas über knielang und wurden als einzige Leibwäsche getragen - Unterhosen waren im Rokoko für Frauen nicht üblich.

 

Das Korsett im Rokoko war unterschiedlich ausgesteift (baleiné oder demi-baleiné) und mit oder ohne Träger gearbeitet.

Dies hier ist komplett mit Stäben ausgefüllt und mit Trägern versehen - eher eine stark stützende Variante.

Das dazu getragene Häubchen gab es in den verschiedensten Ausführungen und Größen - je kleiner desto frivoler.

Kleine Häubchen wurden als "pinner cap" in der Frisur festgesteckt.

 

In der Seitansicht wird die begehrte Rokoko-Form deutlich:

eine völlig flache Front ohne Brustausschnitt.

Die "Zatteln" unten am Korsett dienten dazu,

den Druck der Stäbe abzuleiten, die sich ansonsten

unangenehm in die Hüften gebohrt hätten.

 

 

In der Rückansicht wird die Form der Schnürung ersichtlich:

Im Unterschied zum 19. Jahrhundert wurde mit einem einzigen
Band im Zick-Zack durch handgenähte Ösen geschnürt.

Ebenfalls unterschiedlich ist die Stärke der Schnürung,
die im Rokoko bei weitem nicht so stark angezogen wurde
wie in darauffolgenden Epochen mit betonter Taille.

 

 

Diese Hüftrolle gab es in den verschiedensten Formen und Größen (manchmal auch nur als ein kleines mittiges Pad).

Sie wurde unter den Polonaisen des Spätrokoko getragen (s.u.).

In ihrer kleinen Form unterstützte sie

auch andere Spätrokoko-Kleider.


 

Die "Poches" dienten als leichte, kleine Unterstützung für querovale Reifröcke in der zweiten Jahrhunderthälfte.

Sie wurden paarig angelegt und durch Verbindungsbänder am Verrutschen gehindert.

Besonders praktisch waren sie, da sie - wenn wie hier mit

Boden und Eingriff gearbeitet -als Großraum-Taschen z.B.

für den unentbehrlichen Fächer genutzt werden konnten

Der "klassische" querovale Paniers des Rokoko

veränderte im Laufe des Jahrhunderts einige Male seine Form. Während er in den 1740ern und in der großen Hofgala

der folgenden Jahrzehnte eher rechteckig mit weiten Auslegern erschien, ist dieses Modell mit seiner leicht gerundeten Oberkante eher den 1730er oder 1760/70er Jahren zuzuordnen.

Über dem Reifrock wurde bei Bedarf ein Unterrock getragen (aus
festem Stoff oder wattiert, damit die Reifen sich nicht abzeichnen)
und darüber die "Jupe", der zum Kleid gehörige Rock.

 

 

 

Aus schwarzem Moiré mit Silber-Stickerei und hochrotem
Seidenfutter (royales Privileg) und bestickten Knöpfen
Weste aus schwarzem Prägesamt (Original-Technik des
Barock) mit Silberfluß-Knöpfen.

 

 

 

Nahansicht der Silberstickereien

auf Justaucorps und Knöpfen.

 


 

 

Casaquin und Rock aus ecru- und champagnerfarbenem
Moiré mit Tressenbesatz und Tüllstickereispitze
nach dem Jagdkleid der Countess
Sophia Maria de Voss auf einem Gemälde
von Antoine Pesne.

 

 

Zentraleuropäisches Rokoko

Rokoko-Kleid (um 1745)

Kleid aus eierschalfarbenem Seidenatlas mit aufgemalten Blütenranken

Originalkopie nach einem bestickten Kleid

im Besitz des Germanischen Nationalmuseums

Im frühen 18. Jahrhundert waren die Techniken der Stickerei, des Damastgewebes und der Seidenmalerei üblich,

um Stoffe mit Mustern zu versehen.

Bedruckte Stoffe, die natürlich deutlich billiger waren,

kamen erst im späten 18. Jahrhundert in Mode.

 

 

 

Aus nachtblauem Brokat mit Voluten in Gold-Stickerei
und bestickten Knöpfen korrespondierend reichbestickte
Weste aus schwarzem Moiré mit Rokoko-Goldknöpfen.

Getragen ist der Justaucorps weiter unten zu sehen

(zusammen mit dem königsblauen Kinder-Justaucorps).

 

 

Nahansicht der Goldstickereien

auf Justaucorps und Knöpfen.

 

 

 

 

 

Nahansicht der Löwen-Knöpfe.

 

 

 

 

 

Kleid à la Francaise aus himmelblauem Moiré und

mehrfarbigem Goldbrokat

im Stil der Commedia dell'arte.

Nach Gemälden von Antoine Watteau

 

 

 

 

Aus granatrotem Moiré mit floraler Stickerei in drei Goldtönen
und bestickten Knöpfen.Weste aus rotgoldenem
Seidendamast mit bezogenen Knöpfen.

 

 

 

Nahansicht der Goldstickerei

auf Justaucorps und Knöpfen



 

 

Aus königsblauem Moiré mit rotem Volutenmuster und
bestickten Knöpfen. Weste aus rotem Moiré bestickt
mit goldenem Volutenmuster und Gold-Halbkugelknöpfen.

 

Rückansicht des Kinder-Justaucorps.


 

 

 

 

 

Der Justaucorps getragen...

 

 

 

 

 

...und als Bestandteil eines Reitkleides

 

 

 

Kinderkleid als Francaise gearbeitet, komplett mit Jupe und

Manteau mit Watteaufalte über großem Paniers.

Material ist polychromer Damast mit im 18. Jhdt. sehr beliebten

Blumenzweig- und Vogelmuster.

 

 

Spaziergang im Park der grandes et petites Mesdames.

Das rosenholzfarbene Kleid ist weiter unten

ausführlicher dargestellt.

 

 

 

La famille im Rosen- und Lavendelgarten.

 

 

Robe à la Francaise mit Watteaufalte

aus rosenholzfarbenem Moiré und französischer Tüllstickereispitze

mit Jupe aus elfenbeinfarbenem Moiré.

Nach einem Kleid der Madame de Pompadour
auf einem Gemälde von Francois Bouchér.

 

Das Kleid zusätzlich an Ärmeln und Stecker ausgeputzt mit Tüllstickereispitzenrüschen und Rosenborte,

sowie kleinen Rosenbouquets

Das Kleid wird getragen mit kleiner, rosenbesetzter Halsrüsche

und elfenbeingeschnitztem Rosenmedaillon.

 

 

Der Ausputz im Detail.

Ebenfalls zu erkennen ist das kleine Sträußchen aus
Seiden- und Wachsrosen, das - zum Teil auch
noch deutlich größer - ein typischer Dekor dieser Jahre ist.

 

 

 

Das Kleid in Seit-Rückansicht,
in der die Watteaulfalte zu erkennen ist.

 

 

 

 

Das Kleid getragen mit einer rosendekorierten Bergère,

einem Brisé-Fächer in farblich passend gemaltem Rankendekor und einem Spazierstock, der die "ländliche Note" des Hutes abrundet.

Unter der Jupe lugt einer der passend bezogenen Mules (Pantöffelchen) hervor.

 

 

 

 

 

Robe à la Francaise aus elfenbeingrundigem Satin mit vielfarbigem
Rokokoblütendekor und Tüllstickereispitze

im Stil der Grande Parure mit Watteaufalte.

 

 

 

Hier zu sehen mit sonnengelbem Ausputz (Schleifen und Bänderbesätzen), getragen mit kleinen Paniers.

Im Gegensatz zum großen Reifrock waren das

zwei kleinere Körbchen, die jeweils auf einer Hüfte saßen.

 

 

 

Große, polychrome florale Dekore waren im Rokoko

zur späten Jahrhundertmitte sehr beliebt,

hier auf einem Gemälde der Madame de Pompadour

von Francois Boucher.

 


 

 

Jacke und Rock aus framboisefarbenem Moiré,

bestickt mit silbernen Amoretten und Blumen.

Weste aus wildrosenfarbenem Moiré,

ebenfalls mit Silberstickerei.

Knöpfe aus Silber mit Einlegearbeit aus Perlmutt

 

 

Diese Farbe ist durchaus ungewöhnlich für die
oft strengen Reitkleider in klassischen Farben;
hellfarbige, auffallende Reitkostüme
sind allerdings ebenfalls nachweisbar.

Getragen mit einem perlgrauen Dreispitz und Straußenfeder.

 

 

 

Ansicht der Falteneinsätze an den Rückenschlitzen.

 

 

 

 

 

Nahansicht des Justaucorps

mit den weißen Spitzenmanschetten des Hemdes

und dem weißen Jabot aus Nottingham-Stickereispitze.

Das Jabot wird geziert durch einen brillantbesetzten Stern.

 

 

 

Nahansicht der Amoretten und Blumen in Silberstickerei.

 

 

 

 

Das Kleid zu Pferde im Damensattel.

Höfische Reiterei im Rokoko war zumeist

Renommieren in größtmöglicher Eleganz auf

(von Männern) bestausgebildeten Pferden.

Ein weiteres Bild dieses Reitkostüms zu Pferde findet sich hier

 

 

Die seriöse Version des "Maitressenkleides":

Jacke, Weste und Rock aus nachtblauem Samt,

üppig besetzt mit silbernen Besätzen aus

Bouillondrahtstickerei sowie Silberknöpfen.

 

 

Zubehör sind schwarzer kleiner venezianischer Dreispitz

mit Straßagraffe und schwarzer Straußenfeder

und weiße Glacélederhandschuhe

 

 

 

 

Nahansicht des Kleides.

 

 

 

 

 

Geplänkel mit einem Braunschweiger Husaren.

Deutlich zu sehen: die Hüftpolster, die die modische

querovale Form sogar bei Reitkleider garantierten.

 

 

 

Robe à la Francaise mit Manteau und Jupe aus Cretonne

in typischem zartblauem Rokoko-Dekor dieser Jahre auf elfenbeinfarbenem Grund.

Der Stecker als vorderer Verschluß ist

originalgetreu ersetzt durch geknöpfte Compères.

 

 

 

Nahansicht der Compères.

 

 

 

 

 

Nahansicht des Stoffmusters.

Der Stoff ist eine Original-Kopie von Mustern

der im 18. Jahrhundert bedeutendsten

französischen Calico-Druckerei des 18. Jahrhunderts:

C.P.Oberkampf in Jouy bei Versailles

 

 

Das Kleid getragen mit Briséfächer.

Briséfächer hießen durchbrochen geschnitzte

Elfenbein-, oder Holzfächer

ohne aufgesetztes Fächerblatt aus Papier oder Stoff.

Sie waren entweder reinweiß oder

teilweise bis üppig bemalt und/oder vergoldet

 

 

Rückansicht des Kleides

Hier kommt die spezifische Faltung der

sogenannten Watteau-Falte deutlich zur Ansicht.

 

 

 

 

Das Kleid wird getragen mit einem Halsband

aus taubenblauer Seide und Broderie Anglaise-Spitzenrüschen

und einem Blautopas-Stern

 

 

 

 

Rückansicht des Kleides mit Watteau-Falte.

 

 

 

 

 

Halbrückansicht des Kleides

mit Einsicht in die Watteau-Falte.

 

 

 

 

Aus goldgelbem Moiré mit dreifarbiger floraler
Seiden-Stickerei und bestickten Knöpfen.
Korrespondierend bestickte Weste aus vanillefarbenem Moiré, ebenfalls mit bestickten Knöpfen.

 

 

 

 

Nahansicht der Stickereien auf Justaucorps und Knöpfen.


 

 

 

Manteau aus dunkelrotem Moiré mit Rokokosträußchen
in elfenbeinfarbener Seide bestickt, mit elfenbeinfarbener
Jupe und gleichfarbigen Schleifen über dem Stecker,
sowie Besatz und Ärmel-Engageantes aus französischer Tüllstickereispitzeim Stil der Grande Parure.


 

 

Zentraleuropäisches Rokoko

Pet en l'Air (um 1765)

Pet en l'air aus taubenblauem Moiré, besetzt mit nachtblauen Paillettenreihen. Dazu passender Jupe aus nachtblauem Moiré.

Engageantes aus Broderie Anglaise.

Getragen mit straußenfedergeschmückter Bergère (Strohhut) und einem Sternencollier aus Saphiren und Diamanten.

 

 

Das Pet an l'air ("Pups in der Luft") war die kurze "Jacken"form der großen Francaise, und damit ein eher informelles Kleid.

 

 

 

 

 

In der Seit- und Rückansicht erkennt man

die identische Konstruktion zur Francaise.

 

 

 

Caraco aus eierschalfarbener Atlas-Seide mit aufgestickten Blütenranken und Rosenstäußchen in lindgrün und zartrosa, geschlossen mit zartrosa Seidenband über einem zugehörigen Stecker

und lindgrüner Atlas-Rock über kleinen Paniers (Hüftkörben).

Getragen mit Fichu aus Seidenchiffon im Dekolleté und

blütengeschmückter Bergère (Strohhut) sowie Fächer mit Perlmuttgestell und Klöppelspitzenblatt

 

Die Schoßjacke in Form des Caraco bzw. Casaquin (die Begriffe werden im 18. Jahrhundert mit wechselnder Bedeutung gebraucht)

war für informelle Anlässe äußerst beliebt

durch das gesamte Rokoko hindurch und wurde in

verschiedener Ausführung in allen Ständen getragen.

Dieses Ensemble läßt sich durch Material und Ausputz natürlich

nur bei einer müßigen adeligen Dame vorstellen.

 

 

In der Seitansicht kann man das angeschnittene,

gewellte Schößchen der Jacke erkennen.

Aus den Flügelmanschetten der Ärmel blitzen

die Spitzenabschlüsse des Unterhemdes hervor.

 

 

 

Das Jäckchen in der Nahansicht.

Im Gegensatz zu den ersten zwei Fotos mit breiterem Seidenband

über einfarbigen Stecker ist bei dieser Ansicht der Stecker

ausgetauscht gegen eine dekorierte Version und das

Schnürbändchen ist schmaler.

 

 

 

Frontschnürung und Stecker im Detail.

 

 

 

Die Stickereien der Jacke im Detail.

Ebenso läßt sich hier der "Flügel" und die

Ärmelspitze deutlicher erkennen.

Obwohl der Ärmelabschluß von Kleidern das Jahrhundert in zwei Hälften teilt (vor 1750: Flügelmanschette; danach:Volants),

kommen Jacken auch nach 1750 noch mit Flügeln vor.

 

 

Die Ranken an den Jackenkanten im Detail.

Bei dieser Ansicht sind die handgenähten Ösen gut sichtbar,

die vom Mittelalter bis weit ins 19. Jahrundert sogar für die sehr zugbelasteten Korsettschnürungen gebräuchlich waren.

Metallösen wurden erst 1828 entwickelt.

.

 

Der Stecker im Detail.

Er ist bestickt mit üppigem Rankenwerk und besetzt mit zartrosa Straß-Steinen (erscheinen im Foto zu dunkel),die am angezogenen Kleid zwischen der Schnürung hindurchblitzen.

Im Inneren ist er wie ein Korsett mit mehreren Stäben verstärkt.

Mit den seitlichen Laschen wird der Stecker

am Korsett in Position gebracht (angesteckt).

 

 

Zentraleuropäisches Rokoko

Rokoko-Kleid (um 1775)

Robe a la Francaise nach erhaltenem Original, bestehend aus

Jupe und Manteau aus altrosa-eierschalfarben gestreiftem Damast,

der mit kleinen Ranken und Sträußchen gemustert ist.

Stoffe dieser Art gingen im folgenden Jahrhundert als "Biedermeierstreifen" in die Möbeldekoration ein, sind aber

im Original tatsächlich Louis-Seize-Kleiderstoffe.

Engageantes und Spitzenrüschen sind aus

eierschalfarbener Tüllstickereispitze.

 

Das Kleid in der Seitenansicht mit

Einsicht in die Watteau-Falte

 

 

 

Einige Details:

quergestreifte Ärmel (bis ins Spätrokoko vorherrschend),

quergestreifte Compères (vorderer Verschluß),

dreidimensional gefaltetes Besatzband an den Kanten des Manteaus, verziert mit zarter Blütenspitze,

Schleifchen mit Schmuckbesatz am Ärmelabschluß, sowie

Halsband aus Spitze mit Schmuckbesatz und passendem Collier

 

 

Das Besatzband im Detail.

Die Guipurespitze wird gehalten durch altrosa Metallperlen

und grüne Glasperlchen, passend zum Muster des Damastes.

 

 

 

 

Das Kleid kann mit zweierlei Steckern getragen werden:

1. Stecker als knöpfbare "Compères" gearbeitet,

die bereits vor dem Ankleiden fest in den Manteau

eingesetzt und dann geknöpft werden können.

(Getragen siehe obige Bilder)

 

 

2. Stecker in klassischer Form,

handgestickt nach originalem Entwurf,

der nach Anlegen des Manteaus in die Front

mittels Laschen eingesteckt wird.

Beide Stecker sind in ihrem Innenleben mit

Leinen und Stahlfedern versteift.

 

 

 

Das Kleid getragen mit dem handbestickten Stecker.

 

 

 

 

 

Der zugehörige Fächer; eine im Gegensatz

zum Faltfächer ausgesprochen seltene Form.

Neben einer wie im Original zentralen Druckgrafik

(ein Putto mit der Flamme der Liebe) zieren ihn gouachierte Blütenranken in altrosa, hellblau sowie Blattgoldauflagen.

 

 

Da diese Francaise nicht über praktischen Poches

getragen wird, sondern ein Paniers als Unterbau dient,

sind solche ca. 30cm grossen Taschen zum

Aufbewahren unentbehrlicher Utensilien notwendig.

Sie werden direkt unter der Jupe getragen,

die in ihren Seitennähten über Eingriffe verfügt.

 

 

Franco-Russisches Rokoko

Rokoko-Kleid (um 1775)

Staatsrobe einer Großfürstin am Hofe der Katharina der Großen  

aus weißer Seide mit aufgestickten silbernen Zarenadlern, 

Straß- und silbernem Klöppelspitzenbesatz.

Getragen mit dem Sankt-Katharina-Orden I. Klasse.

Abgewandelt nach dem Krönungsornat Katharinas II auf

  verschiedenen zeitgenössischen Gemälden.

(Leider sind die Bilder durch einen Kameraschaden unscharf,

neue Bilder folgen in Kürze!)

 

Der Orden im Detail:
Diamantbesetzter achtzackiger Bruststern und

Ordenskleinod mit der Darstellung der heiligen Katharina

am roten Band, getragen an einer blauen Schärpe

 

 

 

Detail der Ärmelrüschen mit Besatz 

aus handgeklöppelter Silberspitze 

und Engageantes aus zarter Klöppelspitze

 

 

 

 

Der Stecker mit dem Zarenwappen im Detail.

Er wird auf den anderen Bildern vom Ordensband verdeckt.

 

 

 

 

Das Zarenwappen im Detail.

Im Original ist das Wappen in Gold ausgeführt,

wurde aber hier aus künstlerischen Gründen in Silber gestickt.

 

 

 

Aus wedgewoodblauem Moiré mit floraler
Silber-Stickerei und echten Perlmuttknöpfen.
Korrespondierend bestickte Weste aus mint-grünem Moiré,
ebenfalls mit Perlmuttknöpfen

 

 

 

Die Detailfotos im Streiflicht verdeutlichen

die dreidimensionale Stickerei.


 


 

 

 

Robe à la Polonaise, getragen über einer Hüftrolle.

Manteau und Jupe aus kirschroter Seide mit

typischen Rokokomustern, aufgestickt in

Gold- und Seidenfaden sowie in Bouillondraht

und besetzt mit tausenden rubinroter Straßsteine

(Straß wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erfunden).

Engageantes und Ausschnittrüschen aus Alencon-Spitzen

 

Rückansicht der Polonaise mit Ansicht der

beidseitigen Raffung des Rockes

durch innenliegende Ösenreihen.

 

 

 

 

Nahansicht des Oberteils mit seinen Stickereien.

Das Kleid ist auf den Fotos am oberen Verschluß offen,

da es schlanker als die Schneiderpuppe ist.

 

 

 

 

Detailansicht der Blütenkranzreihen auf dem Oberteil.

 

 

 

 

 

Das Kleid hier getragen

mit einer Bergère (flacher "Schäferinnen-Strohhut")

und Briséfächer sowie Rokoko-Schuhen mit vergoldeten Schuhschnallen und Schleife aus dem Kleiderstoff.

 

 

 

 

Seitansicht des getragenen Kleides.

Original auch der Gehstock mit vergoldetem ziseliertem Handgriff.

 

 

 

 

Ansicht der originalgetreuen Strümpfe mit roter Stickerei.

 

 

 

 

 

Detailfotos der Rokoko-Schuhe,

hier die gemäßigte Form englisch beeinflußter ländlicher Mode.

 

 

Justaucorps und Hose aus kleingemustertem,

goldlanciertem Seidenatlas

mit bezogenen Knöpfen.
Weste aus elfenbeinfarbenem Seidenatlas,

ebenfalls mit bezogenen Knöpfen.

Foto: Ciceli (www.ciceli.de)

 

 

Justaucorps und Hose aus kleingemustertem grünen Damast, gefüttert mit elfenbeinfarbener Seide mit bezogenen Knöpfen.
Weste aus elfenbeinfarbenem Seidenatlas,

ebenfalls mit bezogenen Knöpfen.

Die üppigen, bunten floralen Stickereien

waren üblich für Hofröcke des späten 18. Jahrhunderts.

 

 

Der Anzug inclusive der Stickereien ist eine nahezu

100%ig detailgenaue 1:1 Kopie nach einem Original

aus der "Gallery of English Costume" in Manchester, UK

 

 

 

 

Nahansicht der Brustpartie.

Das Hemd hat ein Jabot aus kostbarer Original-Klöppelspitze

 

 

 

 

Rückansicht

 

 

 

 

 

Ansicht der rückwärtigen Seite.

Die Taschen waren oft auch noch von üppigen Stickereien

eingerahmt, darauf wurde aber bei diesem Anzug verzichtet.

 

 

 

 

Nahansicht eines Ärmelaufschlages.

Die Ärmelrüschen sind ebenfalls aus Original-Klöppelspitze.

 

 

 

 

 

Nahansicht eines Hosenbeines mit besticktem Hosenband und Knöpfen und originaler Messing-Hosenschnalle

 

 

 

Aus echtem Goldbrokat mit floraler
Silber-Stickerei und bezogenen, bestickten Knöpfen.
Korrespondierend in Gold und Silber bestickte Weste

aus Seidenatlas, ebenfalls mit gold/silberbestickten Knöpfen.

 

 

 

Rückansicht mit durchgehend besticktem Rückenschlitz

 

 

 

 

Nahansicht der Brustpartie.

Deutlich zu sehen das Jabot aus Alenconspitze am Hemd,

das ebenso wie die Ärmelspitzen nur mit einigen Handstichen am Ausschnitt befestigt ist und zur Wäsche abgetrennt wird.

Ebenso sichtbar die feingefältete Halsbinde

aus zartem Baumwollvoile,

die mit historischer Halsbindenschließe

im Rücken geschlossen wird.

 

 

Nahansicht der Stickerei.

Da der Justaucorps zur Darstellung eines

venezianischen Conte getragen wird,

sind Stoff und Knöpfe mit schreitenden Löwen bestickt.

 

 

 

 

Nahansicht der Ärmelaufschläge.

 

 

 

 

 

Beinabschluß der seidengefütterten Hosen aus Seidenatlas,

korrespondierend zum Rest des Anzugs

in Gold und Silber bestickt und

mit historischer Hosenbandschnalle.

 

 

 

Robe à la Polonaise, getragen über einer Hüftrolle.
Manteau aus elfenbeinfarbener Seide,
über und über besetzt mit zartrosa Seidenröschen.
Jupe aus zartrosa Moiré.
Engageantes und Dekolleté-Besatz aus Nottingham-Spitze.

 

 

 

Seitansicht der Polonaise.

Die beidseitigen Raffungen des Rockes

 mittels innenliegender Ösenreihen sind deutlich zu sehen.

 

 

 

 

Nahansicht des Oberteiles

mit Ansicht des paspelierten, perlen- und

rosenbesetzten Seidenstoffes und des originalgetreuen Seidenblumensträußchens am Ausschnitt.

 

 

 

Das Kleid hier getragen,

mit blumen- und seidenbanddekorierter Bergère und

moirébezogenen Mules (Pantöffelchen)

mit Elfenbein-Schuhschnallen,

Pompadourbeutelchen und bemaltem Rokoko-Fächer.

 

 

Accessoires zum Kleid, Beschreibung siehe oben.

Der Pompadour als Handtasche kam erst spät im Rokoko

auf, da in bzw. unter den weiten Kleidern versteckt

große Taschen angebracht waren.

 

 

 

 

Robe à la Polonaise, getragen über einer Hüftrolle.
Manteau aus schilfgrünem Moiré,
über und über bestickt mit Rokoko-Sträußchen

und Kante bestickt mit üppigem Rokoko-Dekor.

Stickereien besetzt mit ca. 2000 peridot- und kristallfarbenen Straßsteinen.
Jupe aus elfenbeinfarbenem Moiré.
Engageantes und Dekolleté-Besatz aus Stickerei-Spitze.

In diesen Jahren tritt durch die Einführung kleinerer Röcke das Hand-Beutelchen (der "Pompadour") verstärkt in Erscheinung

(hier am Kleid für das Foto an der Taillennaht angesteckt).

 

Detailansicht.

Deutlicher zu erkennen sind hier die schleifenförmigen Goldverschlüsse des Oberteiles (die Trägerin des Kleides war schlanker als die Schneiderpuppe, insofern ist das Kleid hier nicht geschlossen) und die als Accessoire getragene goldene Taschenuhr.

Polonaise Grün

 

 

 

Auch in elfenbeinfarbener Seide mit Goldstickerei

und peridotfarbenen Straßsteinen

über einem vollständig gold- und lindgrün bestickten Jupe sieht eine solche Polonaise bezaubernd aus.

 

 

 

Im Detail die Stickereien nach Kundenwünschen.

Die Kanten des Oberteils sind besetzt mit feiner Goldspitze

und ebenfalls mit Svarowski-Steinen dekoriert.

 

 

 

Junge: Justaucorps mit breitem Damastbesatz

an den Vorderkanten, am rückwärtigem Gehschlitz und

den Ärmelaufschlägen
und peridotbesetzten Kordelknöpfen,
Weste aus tannengrünem Moiré mit roter Zierstickerei,
Hose aus rotem Moiré.

Mädchen: Polonaisenkleid aus eierschalfarbenem Damast
mit floralem Dekor und sonnengelbem Ausputz,
Rock aus sonnengelbem Moiré, gedeckt von
weißleinener Richelieustickerei-Schürze.

 

 

Die Kinderkleidung sieht unbequemer aus als sie ist -

offenbar beeinträchtigt sie auch heutige Kinder

nicht im Bewegungsdrang...

 

 

 

...und selbst eine große, in der Manier des

Spätrokoko üppig dekorierte Bergère

scheint der guten Laune keinen Abbruch zu tun.

 

 

 

Polonaisenkleid aus himmelblauem Damast
mit floralem Dekor und seegrünem Ausputz nebst passendem
Sträußchen, Rock aus taubenblauem Moiré,
weißleinene Richelieustickerei-Engageantes und Schürze.